Ihr Generator soll jederzeit einsatzbereit sein. Doch was nach seinem Einsatz passiert, entscheidet darüber, ob er beim nächsten Mal wieder funktioniert.
Wenn Sie ihn einfach ausschalten und in eine Ecke schieben, ist Ärger vorprogrammiert. Alter Kraftstoff, eine leere Batterie und innere Korrosion sind die stillen Feinde eingelagerter Generatoren. Die frustrierende Wahrheit ist: Die meisten „Ausfälle“ von Generatoren sind gar keine echten Defekte – sie sind die direkte Folge falscher Lagerung.
Die Lösung ist einfacher, als Sie denken. In der Zeit, die eine Sitcom-Folge dauert, können Sie Ihren Generator für die Lagerung vorbereiten und sicherstellen, dass er beim nächsten Sturm auf den ersten Zug anspringt. Los geht’s.
Checkliste vor der Lagerung
Sammeln wir zunächst ein paar einfache Hilfsmittel. Einige davon haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause:
- Kraftstoffstabilisator: Eine Flüssigkeit, die Sie in den Tank geben, damit der Kraftstoff nicht schlecht wird.
- Frisches Öl: Die richtige Sorte finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Generators.
- Ein neuer Ölfilter: Falls Ihr Generator einen hat.
- Ein Trichter: Damit können Sie Öl und Kraftstoffstabilisator einfüllen, ohne etwas zu verschütten.
- Eine Absaugpumpe: Damit können Sie alten Kraftstoff aus dem Tank entfernen.
- Saubere Tücher: Zum Aufwischen von Verschüttetem.
- Ein Batteriewartungsgerät: Nur für Generatoren mit Elektrostart. Es hält die Batterie geladen.
Generator sicher lagern: die 5 Schritte
Befolgen Sie diese fünf einfachen Schritte, um Ihren Generator für die Lagerung vorzubereiten.
Schritt 1: Sicherheit geht vor
Bevor Sie irgendetwas tun, hat die Sicherheit oberste Priorität.

- Bringen Sie Ihren Generator an einen gut belüfteten, offenen Ort im Freien. Lassen Sie ihn niemals in einem geschlossenen Raum wie einer Garage oder einem Schuppen laufen, da dabei gefährliche Abgase entstehen.
- Starten Sie den Generator und lassen Sie ihn einige Minuten laufen, damit der Motor warm wird. So lässt sich das Öl später viel leichter wechseln.
- Schalten Sie den Generator aus und lassen Sie den Motor vollständig abkühlen. Sie möchten sich doch nicht an einem heißen Motor verbrennen.
- Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme sollten Sie das Zündkerzenkabel abziehen. So verhindern Sie, dass der Generator während der Arbeit versehentlich anspringt.
Schritt 2: Das Kraftstoffsystem schützen (der wichtigste Schritt)
Hier treten am häufigsten Probleme auf. Bleibt Benzin monatelang im Tank, wird es zu einer dickflüssigen, klebrigen Masse, die den Vergaser verstopfen kann – ein kleines, aber wichtiges Motorteil. Die Reparatur eines verstopften Vergasers kann teuer sein. So können Sie das verhindern.
Sie haben zwei gute Möglichkeiten:

Option A: Kraftstoffstabilisator hinzufügen
Für die meisten ist dies die beste Methode, besonders wenn Sie den Generator für eine Saison oder kürzer einlagern.
- In der Bedienungsanleitung Ihres Generators finden Sie die richtige Menge an Kraftstoffstabilisator. Für einen vollen Tank genügt normalerweise eine kleine Menge.
- Gießen Sie den Stabilisator mithilfe eines Trichters in den Benzintank.
- Starten Sie den Generator nun erneut und lassen Sie ihn 5 bis 10 Minuten laufen. Dieser Schritt ist entscheidend! So wird der behandelte Kraftstoff durch das gesamte Kraftstoffsystem geleitet und schützt den Vergaser von innen.
Option B: Das gesamte Kraftstoffsystem entleeren
Wenn Sie wissen, dass Sie den Generator länger als ein Jahr nicht verwenden, ist dies die sicherste Option.

- Entfernen Sie mithilfe einer Absaugpumpe jeden Tropfen Benzin aus dem Tank. Sie können den alten Kraftstoff in Ihr Auto füllen, sofern dessen Tank größtenteils voll ist.
- Versuchen Sie nach dem Entleeren des Tanks, den Generator zu starten. Lassen Sie ihn laufen, bis der letzte Kraftstoff im Vergaser verbraucht ist und der Motor von selbst ausgeht. So stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff zurückbleibt, der zu Ablagerungen werden könnte.
Schritt 3: Öl und Filter wechseln
Sie wechseln regelmäßig das Öl Ihres Autos – auch Ihr Generator braucht diese Pflege. Gebrauchtes Motoröl enthält winzige Metallpartikel und andere Verunreinigungen. Bleiben diese während der Lagerung im Motor, können sie Rost und Schäden verursachen.
Am besten wechseln Sie das Öl direkt nach dem Aufwärmen des Motors in Schritt 1. Warmes Öl fließt leichter ab und nimmt mehr Ablagerungen mit.
- Stellen Sie eine Auffangwanne unter die Ölablassschraube.
- Entfernen Sie die Schraube und lassen Sie das alte, dunkle Öl vollständig ablaufen.
- Setzen Sie die Schraube wieder ein, sobald das Öl abgelaufen ist.
- Füllen Sie mithilfe eines Trichters frisches Öl ein. Die richtige Sorte und Menge finden Sie in der Bedienungsanleitung. Achten Sie darauf, nicht zu viel einzufüllen!
- Hat Ihr Generator einen Ölfilter, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den alten abzuschrauben und durch einen neuen zu ersetzen.
Schritt 4: Batteriepflege bei Generatoren mit Elektrostart
Wenn Ihr Generator über einen praktischen Elektrostartknopf verfügt, müssen Sie sich um die Batterie kümmern. Eine Batterie, die monatelang unbenutzt bleibt, entlädt sich und kann dauerhaft beschädigt werden.
- Suchen Sie die Batterie (den Einbauort finden Sie in der Bedienungsanleitung) und bauen Sie sie vorsichtig aus.
- Sehen Sie sich die Batteriepole an. Wenn Sie weißliche oder bläuliche Krusten entdecken, können Sie diese mit einer Mischung aus Natron und Wasser sowie einer Drahtbürste entfernen.
- Dieser Schritt ist entscheidend: Schließen Sie die Batterie an ein „Batteriewartungsgerät“ oder ein „Erhaltungsladegerät“ an. Dieses kleine Gerät wird in eine Steckdose gesteckt und versorgt die Batterie mit einer kleinen, sicheren Ladung, damit sie während der Lagerung geladen bleibt. Legen Sie sie nicht einfach auf einen Betonboden, da sich die Batterie dadurch entladen kann.
Schritt 5: Abschließende Reinigung und Kontrolle
Gönnen Sie Ihrem Generator vor seinem langen Winterschlaf eine kleine Wellnesskur.
- Wischen Sie den Generator außen mit einem sauberen, trockenen Tuch ab. Entfernen Sie Schmutz, Gras und Öl. Eine saubere Maschine rostet weniger leicht.
- Suchen Sie den Luftfilter – er befindet sich normalerweise unter einer kleinen Abdeckung an der Seite des Motors. Nehmen Sie ihn heraus und klopfen Sie vorsichtig darauf, um den Staub zu entfernen. Ist er stark verschmutzt oder beschädigt, sollten Sie ihn austauschen.
- Führen Sie eine kurze Sichtprüfung durch. Achten Sie auf lose Kabel, Risse und andere Auffälligkeiten. Ein kleines Problem lässt sich jetzt leichter beheben als ein großes später.
Wo Sie Ihren Generator lagern sollten
Ihr Generator ist nun vorbereitet. Aber wo sollten Sie ihn aufbewahren?
Der ideale Platz: Wählen Sie einen kühlen, trockenen und sauberen Ort. Ein Regal in der Garage oder ein Platz im Geräteschuppen ist ideal.
Diese Orte sollten Sie meiden:
- Feuchte Keller: Feuchtigkeit in der Luft führt zu Rost.
- Direkte Sonneneinstrahlung: Sonnenstrahlen können Kunststoff- und Gummiteile mit der Zeit beschädigen.
- Schmutzige oder staubige Orte: Staub kann in den Luftfilter und den Motor gelangen.
Abdecken oder nicht? Ja, Sie sollten ihn abdecken! Verwenden Sie die mit Ihrem Generator gelieferte Abdeckung oder eine atmungsaktive Plane aus Stoff. Legen Sie keine Kunststoffplane direkt über den Generator, da sich darunter Feuchtigkeit stauen und Rost verursachen kann.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Generator einfach leer laufen lassen und dann stehen lassen?
Wenn Sie den Generator leer laufen lassen, wird der Vergaser entleert – das ist besser, als alten Kraftstoff darin zurückzulassen. Bei längerer Lagerung sollten Sie dennoch das Öl wechseln, um den Motor von innen zu schützen.
Wie lange ist Benzin mit Stabilisator im Generator haltbar?
Ein hochwertiger Kraftstoffstabilisator kann Benzin bis zu 12 bis 24 Monate frisch halten. Wenn Sie nicht wissen, wie lange der Generator eingelagert bleibt, ist es immer sicherer, das Kraftstoffsystem vollständig zu entleeren.
Kann ich meinen Generator in einem Schuppen lagern, in dem es sehr kalt wird?
Ja, niedrige Temperaturen allein schaden Ihrem Generator nicht. Tatsächlich ist eine kühle, konstante Umgebung ideal. Der eigentliche Feind ist Feuchtigkeit, die Rost verursachen kann. Wenn Ihr Schuppen trocken ist, eignet er sich gut zur Lagerung. Achten Sie nur darauf, einen Kraftstoffstabilisator verwendet zu haben, denn Benzin kann mit der Zeit auch bei Kälte altern.
Was muss ich tun, bevor ich meinen Generator nach der Lagerung wieder verwende?
Ganz einfach! Wenn Sie diese Schritte zur Lagerung befolgt haben, müssen Sie nur:
- Das Zündkerzenkabel wieder anschließen und die Batterie einsetzen, falls Sie sie ausgebaut haben.
- Den Ölstand prüfen und sicherstellen, dass noch genug Öl vorhanden ist.
- Wenn Sie den Kraftstoff abgelassen haben, füllen Sie einfach frisches Benzin in den Tank.
- Danach sollte sich der Generator ganz normal starten lassen!
Fazit
Es mag wie eine kleine lästige Aufgabe erscheinen, sich jetzt etwa 30 Minuten Zeit zu nehmen, um Ihren Generator richtig einzulagern – doch es lohnt sich enorm. So ersparen Sie sich später den Ärger und die Kosten für Reparaturen. Vor allem können Sie sicher sein, dass Ihr Generator anspringt, wenn das Licht ausgeht, und Ihr Zuhause und Ihre Familie wieder zuverlässig schützt. Wenn Sie Ihrem Generator heute ein wenig Pflege gönnen, ist er für Sie da, wenn Sie ihn am dringendsten brauchen.
